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Ehrung für Verein Oberkirche Arnstadt e.V.

Das Foto zeigt die beiden Geehrten: Andreas Hirsch (l.) und Ulrich Wittich (r.)
Im Foto: Andreas Hirsch (l.) und Ulrich Wittich (r.)

Es war kein Zufall, dass der Denkmalpreis des Ilm-Kreises am 4. Mai ausgerechnet in der Arnstädter Oberkirche verliehen wurde. "Es sind Denkmäler wie die Arnstädter Oberkirche, die wichtige Zeugen unserer kulturellen Vergangenheit sind. Sie prägt das Bild der Altstadt und hat sich im Laufe der Jahre durch das große Engagement der Kirchgemeinde und des Vereins Oberkirche Arnstadt e. V. als Ort der Begegnung und des Miteinanders etabliert", sagte Landrätin Petra Enders bei der Dankeschönveranstaltung für die Akteure rund um den Tag des Offenen Denkmals 2022.

Im Rahmen des Abends verlieh die Landrätin den Denkmalpreis des Ilm-Kreises 2022 und den Sonderpreis für ehrenamtliches Engagement in der Denkmalpflege 2022 des Ilm-Kreises. Der erste Preis ging an Ulrich Wittich für die denkmalgerechte Sanierung des Pfarrhauses in Liebenstein. Mit dem Sonderpreis wurde der Verein Oberkirche Arnstadt e.V. ausgezeichnet. Der Vereinsvorsitzende Andreas Hirsch nahm die Auszeichnung und die 500 Euro Preisgeld der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau entgegen.

Auch Arnstadts Bürgermeister Frank Spilling gratuliert dem Verein: "Dieser Preis ist absolut verdient. Ich weiß, mit wieviel Herzblut und Leidenschaft sich die Vereinsmitglieder für die Oberkirche engagieren. Wir als Stadt unterstützen dieses Engagement seit vielen Jahren und werden es weiterhin tun. Denn die Oberkirche – für viele die schönste Kirche unserer Stadt – ist wichtig für unsere Stadt und nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein lebendiger Ort für die Glaubenspflege und Veranstaltungen aller Art."

Hintergrund

Der Verein Oberkirche Arnstadt e.V., der sich am 11.10.2007 gründete, steht in enger Verbindung mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Arnstadt und unterstützt diese in ihrem Bemühen, Kirche und Kloster zu sanieren und zu beleben. Ab Juni 2007 wurde die Kirche wieder regelmäßig an den Sonnabenden und Sonntagen für Besucher geöffnet. Die Besucherzahlen sind über die Jahre stetig gewachsen. Aktuell liegen sie bei ca. 8000 pro Jahr und stehen damit sinnbildlich für das stetig steigende Interesse an der Oberkirche als Kulturgut. Zwischen 2009 und 2016 konnten durch die Spendenbox und namentliche Spenden auf das Vereinskonto 50.000 Euro gesammelt werden, von denen 45.000 Euro der evangelischen Kirchengemeinde zur Aufstockung ihrer Eigenmittel für die Komplementierung von Fördermitteln zur Sanierung der Oberkirche bereitgestellt wurden. Außerdem stiftete der Verein weitere 10.000 Euro für die Restaurierung einer Figurengruppe der Taufe und des Bildes „Die Gefangenen trösten“ am Adelsstand.

Noch im Dezember 2007 begann der Verein, Veranstaltungen zu organisieren. Inzwischen hat sich der Kunst- und Handwerkermarkt etabliert, ebenso wie Märkte, Kinoveranstaltungen, Puppentheater, Konzerte, Ausstellungen und Gesprächsrunden. Nicht zuletzt durch das Engagement des Oberkirchenvereins und die Spendeneinwerbung konnte die Sanierung der Oberkirche in den letzten Jahren erfolgen. Das Ziel der Wiedereinweihung zum Lutherjahr wurde nur knapp verfehlt, da bei Reparaturarbeiten des Fußbodens archäologische Sicherungsgrabungen nötig wurden und der Einbau eines neuen Sandsteinbodens erforderlich wurde. Noch ist einiges zu tun, in diesem Jahr wartet der Kreuzhof auf seine Neugestaltung. Dafür konnte der Verein bisher bereits fast 20.000 Euro Spenden einwerben.

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