"3 Fragen, 3 Antworten" zur Diskussion zum Kita und Krippe Regenbogen
1.) Warum stehen Kita und Krippe „Regenbogen“ überhaupt zur Diskussion?
Hintergrund ist der enorme Rückgang der Kinderzahlen.
Im Jahr 2022 gab es noch 1.447 Kinder im Alter von 0-6; im Jahr 2024 waren es noch 1.252 mit einer klaren Tendenz nach unten. So wird die Anzahl im Jahr 2030 prognostiziert auf ca. 1.150 sinken.
Auch die Anzahl der Geburten sinkt leider kontinuierlich. In den Jahren 2020 -2022 von durchschnittlich ca. 220 Geburten im Jahr auf 158 im Jahr 2025.
Aktuell stehen 1.656 Plätze zur Verfügung. Davon sind im Kita-Jahr 2025/2026 1.122 belegt. Die Auslastung liegt bei rund 68% Prozent.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Arnstadt schon vor einiger Zeit eine externe umfassende Prüfung der Kita-Struktur in Arnstadt in Auftrag gegeben.
Diese externe Analyse hat empfohlen, die Aufgabe des Standorts „Kita Regenbogen“ ernsthaft zu prüfen.
Auch vor dem Hintergrund, dass der Standort „Regenbogen“ einen akuten erheblichen baulichen Sanierungsbedarf von über zwei Millionen Euro aufweist.
2.) Warum wurden im Jahr 2023 noch zwei neue Kitas eröffnet?
Bei beiden Einrichtungen fiel die Entscheidung im Stadtrat deutlich früher.
Bereits im Jahr 2018 für die Kita „Weltentdecker“ am Mühlweg. Grundlage war die damalige Bedarfsplanung sowie die zu diesem Zeitpunkt steigende Entwicklung der Geburten- und Kinderzahlen.
Für die Kita „Schillerstraße“ erfolgte der Beschluss Anfang 2021. Maßgeblich waren hier die Kita-Bedarfspläne des Landratsamtes als örtlicher Jugendhilfeträger, die für das Kita-Jahr 2020 einen Mehrbedarf von rund 245 Plätzen und für das Kita-Jahr 2021 von rund 200 Plätzen auswiesen.
Ursprünglich sollten beide Einrichtungen bereits im Jahr 2022 eröffnet werden. Coronabedingt verschoben sich die Eröffnungen um ein Jahr.
3.) Was bedeutet das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für mein Kind?
Die Stadt Arnstadt nimmt ihre Verpflichtung sehr ernst, die erforderlichen Kita-Plätze bereitzustellen.
Uns ist natürlich auch bewusst, dass diese Nachricht zunächst viele Familien und natürlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verunsichert hat.
Zum jetzigen Zeitpunkt ändert sich nichts. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Uns ist wichtig: Selbstverständlich wird kein Kind ohne Betreuungsangebot bleiben. Klar ist natürlich auch, dass wir keiner Mitarbeiterin oder Mitarbeiter kündigen werden.
Sollte der Stadtrat am 26. März eine Aufgabe des Standorts beschließen, wird der Übergang sorgfältig geplant und begleitet.
Wir wissen, wie wichtig vertraute Bezugspersonen und stabile Gruppen sind, und werden diesen Prozess verantwortungsvoll gestalten.