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Nächster Schritt für den Wiederaufbau des Neutorturms in Arnstadt

Für das Projekt „Wiederaufbau Neutorturm“ in Arnstadt wurden in diesem Jahr sehr umfangreiche Planerauswahlverfahren für die Objekt- und die Tragwerksplanung durchgeführt. Jetzt stehen die Gewinner des Verfahrens fest.

Zahlreiche Büros hatten sich an dem europaweiten zweistufigen Vergabeverfahren mit Teilnahmewettbewerb beteiligt. 17 Unternehmen zeigten Interesse, indem die Vergabeunterlagen abgerufen wurden. Für beide Verfahren gingen letztlich 24 Teilnahmeanträge ein. Nach erfolgter Auswertung der zugesandten Unterlagen wurden die bestplatzierten Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.

Im Rahmen der zweiten Verfahrensstufe wurden diese Bewerber zu einer persönlichen Präsentation eingeladen. Diese fand vor einer extra dafür zusammengestellten Fachjury statt – mit Mitgliedern aus dem Stadtrat, aus dem Bereich Denkmalpflege, aus der Verwaltung und berufenen Bürgern. Die einzelnen Vorstellungen der Objekt- und Gebäudeplaner wurden von insgesamt zehn Fachjurymitgliedern bewertet.

Dabei wurde auf die Vorstellung der künftigen Projektleiter, auf die Darstellung der Büroorganisation, die persönlichen Erfahrungen, die Zusammenarbeit mit den am Bau Beteiligten sowie den möglichen Zeitablauf geachtet. 

Aus der Punktebewertung im Zusammenspiel mit dem Honorarangebot resultierte die Vergabe der Objektplanung an die „Arge Neutorturm“ die bauhütte - formann, nobis, danz – partner architektur & denkmalpflege aus Mühlhausen sowie Studio Ablich & Fliedner aus Leipzig. Den Zuschlag für die Tragwerksplanung erhielt das Ingenieurbüro Dr. Krämer GmbH aus Weimar.

In den nächsten Tagen findet ein erstes Treffen mit den Planern für die Objekt- und Tragwerksplanung und der Verwaltung statt. In diesem Jahr werden noch weitere Ausschreibungen für erforderliche Fachplaner erfolgen und die nächsten Planungsleistungen erarbeitet. Der Baubeginn ist im Jahr 2027 geplant.

Hintergrund

Am 14. April 2024 war der Neutorturm bei einem Brand stark beschädigt worden. Die historische Substanz konnte weitgehend erhalten werden. Der Turm ist derzeit gesichert und vor Witterungseinflüssen geschützt.

Für die künftige Nutzung hat der Stadtrat ein Konzept beschlossen. Der Neutorturm soll künftig für Besucher zugänglich gemacht werden. Im Inneren ist vorgesehen, die Geschichte der Arnstädter Feuerwächter zu vermitteln – also derjenigen, die von hier aus über die Stadt wachten und Brände frühzeitig erkennen sollten.

Stadt Arnstadt 2026