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Mehr Sicherheit für Feuerwehrfahrzeuge und Gerätehäuser in Arnstadt

Nach mehreren Bränden in Feuerwehrhäusern und an Einsatzfahrzeugen in Deutschland hat die Stadt Arnstadt ihre Feuerwehrstandorte umfassend mit einer modernen Brandwarnanlage ausgestattet. Sowohl die Einsatzfahrzeuge der Stadt und ihrer Ortsteile als auch die Gerätehäuser verfügen nun über ein softwarebasiertes Rauchmeldesystem, das frühzeitig vor möglichen Bränden warnt.

Auslöser für die Investition waren unter anderem Vorfälle wie der Brand eines Feuerwehrhauses in Treffurt in Thüringen. Dort hatte ein Feuer erhebliche Schäden verursacht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der zunehmenden Nutzung von Akkutechnik. Auf modernen Feuerwehrfahrzeugen befinden sich in der Regel rund 30 akkubetriebene Geräte, die dauerhaft geladen werden und somit ständig mit Strom versorgt sind. Dadurch steigt auch das Risiko technischer Defekte und möglicher Brände.

„Die Nachrüstung erfolgte aus eigenem Interesse und zum Schutz unserer Einsatztechnik“, heißt es aus den Reihen der Verantwortlichen. Ziel sei es, Brände möglichst frühzeitig zu erkennen und größere Schäden an Fahrzeugen und Infrastruktur zu verhindern.

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bereich Brand- und Katastrophenschutz, dem Hauptamt sowie dem Bauamt der Stadt Arnstadt. Beauftragt wurde die Maßnahme bereits im vergangenen Jahr, die praktische Umsetzung erfolgte in diesem Jahr. Insgesamt wurden 43 Einsatzfahrzeuge mit der Technik ausgestattet. Darunter befinden sich 34 Fahrzeuge der Stadt Arnstadt und ihrer Ortsteile sowie neun Fahrzeuge des Landkreises. Auch die Fahrzeuge der Rettungshundestaffel/Ortungstechnik (RHOT), eine Katastrophenschutzeinheit des Ilm-Kreises am Standort Marlishausen, wurden in das System integriert. Darüber hinaus wurden Brandwarnanlagen in den Fahrzeughallen an elf Feuerwehrstandorten sowie in zwei weiteren Räumen, darunter Technik- und Werkstattbereiche, installiert.

Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 60.000 Euro. Die Ausstattung der Landkreisfahrzeuge schlägt dabei mit etwa 11.000 Euro zu Buche und wird vom Landkreis bezahlt.

Neben der Installation der Rauchmelder wurde auch die digitale Infrastruktur in den Feuerwehrhäusern erweitert. Sämtliche Gerätehäuser in den Ortsteilen erhielten einen Internetanschluss. Dadurch können sich die Fahrzeuge im jeweiligen Gerätehaus in das System einbuchen. Im Ernstfall lässt sich so schnell feststellen, welches Fahrzeug an welchem Standort von einem Brand betroffen ist.
 

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