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Willibald Alexis - die ungesehene Ausstellung

Schlossmuseum Arnstadt produziert Ausstellungsgespräche als Videopodcast

Das Schlossmuseum Arnstadt hat seine erste Sonderausstellung im Jahr 2021 dem Schriftsteller Willibald Alexis gewidmet. Vis-à-vis zur Bachausstellung sind unter anderem der Schreibtisch des Romanciers, ein Großportrait sowie ein 150 Jahre alter Brief zu sehen. Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen durfte bisher noch kein Gast die Ausstellung besuchen. Auch die geplanten Ausstellungsgespräche konnten nicht wie gewohnt mit Publikum stattfinden.

Einen kleinen Einblick in das Leben und Wirken von Willibald Alexis in Arnstadt vermitteln virtuelle Ausstellungsgespräche, die auf Youtube zu sehen sind. Bereits vor einem Monat hat das Schlossmuseum Arnstadt einen Videorundgang durch die aktuelle Sonderausstellung veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Exponate vorgestellt. In einem neuen Video stellt Dr. Janny Dittrich nun die Novelle „Ja in Neapel“ vor. Beide Filme können im Youtube-Kanal der Bachstadt Arnstadt oder auf der Facebook-Seite des Schlossmuseums angeschaut werden.

Die 1860 erschienene Novelle „Ja in Neapel“ ist die letzte literarische Arbeit des Dichters Willibald Alexis. Vielen nicht einmal dem Namen nach bekannt, ist sie fast völlig in Vergessenheit geraten. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht wird sie bis heute als wenig bedeutungsvoll beurteilt. Die Handlung ist Teil eines Romans, an dem Alexis trotz seines 1856 erlittenen Schlaganfalls arbeitete. Nur wenige Wochen nach ihrem Erscheinen erlitt er einen zweiten Schlaganfall. Die Vollendung des Romans war somit ausgeschlossen, was sich leider auch bewahrheitete.