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Schließung des Arnstädter Sport- und Freizeitbades

Laut den aktuellen Beschlüssen aus der Konferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten muss auch das Sport- und Freizeitbad in Arnstadt seine Türen wieder schließen und somit eine einmonatige Pause für die Bade- und Saunalandschaft im November einlegen. Ab dem 2. November bis voraussichtlich 30. November 2020 wird das Stadtbad seinen Badbetrieb einstellen müssen. „Wir haben während der letzten Corona-Schließung viel Zeitaufwand betrieben, um ein sicheres und umfangreiches Hygienekonzept zu erstellen. Leider müssen wir nun zwei Monate nach der Wiedereröffnung wieder schließen.“ meint Badchef Oliver Steinacker zur aktuellen Situation. „Wir planen dennoch fest damit im Dezember wieder öffnen zu können, aber die momentanen Beschlüsse lassen uns keine andere Wahl bzw. die unklaren Äußerungen der Politik lassen uns hängen.“ fügt Oliver Steinacker enttäuscht hinzu.

Das Sport- und Freizeitbad erfreute sich trotz aller Einschränkungen in den letzten Wochen über eine Auslastung von 85 % der öffentlichen Badegäste gegenüber dem Vorjahr, lediglich die Vereine kamen nur zur Hälfte. „Damit erreichten wir einen guten Branchenwert, wie wir aus der Kommunikation mit anderen Bädern wissen. Dafür haben wir auch wirklich viel getan und in Werbung zur Wiedereröffnung investiert.“ sagt Oliver Steinacker. Er persönlich hätte sich einen anderen Weg für die Bäder gewünscht und spricht dabei seinem Team sowie den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bädern aus dem Herzen. „Wir öffentlichen Bäder haben auch eine soziale Verantwortung, nämlich Kindern das Schwimmen beizubringen. Durch die langen Schließzeiten wird es einen ganzen Jahrgang geben, der nicht schwimmen kann - Katastrophe. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl der Politik gewünscht und keine Entweder-oder-Entscheidung. Immerhin können wir in unseren Bädern eine sehr gute Besuchersteuerung und -erfassung vornehmen und haben technisch beste Voraussetzungen eine Grundlage zu schaffen, um kein Nährboden für Infektionen zu sein.“ resigniert der Badleiter. Doch es gibt Hoffnung: „Aktuell sind wir in Planungen involviert, die vorsehen, dass der Schwimmunterricht der Schulen fortgesetzt wird. Wir unterstützen das natürlich, fordern die politischen Entscheidungsträger aber auch auf, die Schwimmlernkurse als Bildung zu akzeptieren, denn das sind sie auch.“ gibt sich der Badchef kämpferisch.

Abgebrochene Kurse werden im Dezember nachgeholt und die Termine ggf. bis in den Januar 2021 geschoben, noch nicht gestartete Kurse werden terminlich verschoben. Darüber, so Steinacker, werden alle Kunden per E-Mail und Telefon informiert. Die Wellnessabende werden abgesagt und verschoben.

Während der Schließung für den öffentlichen Badebetrieb wird der Großteil des Teams des Sport- und Freizeitbades wieder in die Kurzarbeit übergehen. Des Weiteren wird der freie Monat genutzt, um weitere Planungsarbeiten für die nächsten Wochen zu organisieren. Alle weiteren Informationen zur Schließung können per E-Mail unter info@bad-arnstadt.de oder telefonisch unter 03628 / 603379 erfragt bzw. auf der Internetseite unter www.bad-arnstadt.de eingesehen werden.