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Kriegsgräberdenkmal in Rudisleben eingeweiht

Bürgermeister Frank Spilling und Botschaftsrat Piotr Golem reichen sich am Kriegsgräberdenkmal in Rudisleben die HändeDie Kriegsgräberanlage in Rudisleben mit zwei Kränzen.Zwei Priester sprechen ein Gebet

Gemeinsam mit dem Gesandten-Botschaftsrat der Republik Polen und Leiter für konsularische Angelegenheiten der Auslandspolen, Herrn Piotr Golema, wurde am Mittwoch in Rudisleben eine Kriegsgräbergedenkstätte eingeweiht. Hier fanden insgesamt sechs Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ihre letzte Ruhe. Darunter zwei Kinder.

"Es wäre falsch, zu glauben, dass sich die Geschichte nicht wiederholen könnte. Daher müssen wir uns  mahnen lassen von den Kriegsgräbern und den Gedenkstätten, die uns umgeben,  von der Erinnerung an die Kriegsopfer und an die Gräueltaten", sagte Piotr Golema in seiner Rede. "Die empathische Erinnerung ist die wichtigste Voraussetzung für begrenzte Hoffnung geworden." (...) "Wir stehen kurz davor, ohne die Kriegsgeneration, ohne Zeitzeugen die Last der Verantwortung für die Erinnerung zu tragen. Die Aufgabe wird schwieriger."

Golema bedankte sich bei den Verantwortlichen der Stadt Arnstadt für die Errichtung der Kriegsgräberanlage, in der auch drei polnische Bürger ruhen. Es sei ein Mahnmal entstanden, das die Kriegsopfer vor Vergessenheit bewahrt und damit der Sache des Friedens dient. "Ich hoffe, dass es ein bedeutender Punkt auf der  Erinnerungskarte von Arnstadt sein wird", so Golema abschließend.