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Aufruf zur Unkrautbeseitigung

(Un-)Kraut - Eine Wissenschaft für sich

Wenn Sie die Wahl hätten, wofür würden Sie sich entscheiden? Für eine saubere und gepflegte Stadt, die viele Menschen in ihren Bann zieht und zum Verweilen im Freien einlädt? Oder für eine Stadt mit Schmuddelecken und unkontrolliert wachsendem Grün entlang von Straßen und Hauskanten?

Unser Herz schlägt ganz klar für die erste Variante. Wir wissen, dass es ein harter „Kampf“ ist, diese Vorstellung weiterhin in die Tat umzusetzen. Dazu bedarf es vieler fleißiger Hände und eines wachen Blickes die vermeintlichen „Störenfriede“ zu erkennen und zu beseitigen. Wir möchten dem „Grün“ gegenüber gewiss nicht voreingenommen sein oder einen Streit vom Zaun brechen. Die Debatte um die Bezeichnung Unkraut oder Wildkraut und die subjektiven Empfindungen und Interpretationen, die damit einhergehen, sind uns bekannt. Allerdings schließen wir uns im Lichte unseres Zieles einer sauberen Stadt der Auffassung an, dass „Pflanzen in der Regel als Unkraut angesehen werden, wenn sie unter anderem das ästhetische Empfinden eines Menschen stören wie beispielsweise in Ziergärten, Parks oder bewuchsfrei zu haltenden Flächen“ - wie unser öffentlicher Raum.

Wussten Sie eigentlich, dass es eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin rund um das Thema Unkraut (das in der Schweiz „Jät“ genannt wird) gibt? Die Herbologie greift Fragen der Unkrautbiologie, Unkrautökologie sowie der Unkrautbekämpfung und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Umwelt auf. Sie kann kurzum als Unkrautkunde bezeichnet werden und ist doch so viel mehr... In dem Buch „Wird das was, oder kann das weg?“ von Bärbel Oftring können sich Interessierte gern über den Nutzen manches Grünlings - aber auch darüber, wie sich Unkraut im Garten vermeiden lässt - weiterbilden.

Für ein ansprechendes Stadtbild sind wir uns bitte einig: Das (Un-)Kraut kann weg!

In einer alten Bauernregel heißt es: „Wer Unkraut nur ein Jahr lässt stehen, kann sieben Jahre jäten gehen.“ Eine saubere und wildwuchsfreie Stadt ist eine kontinuierliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Baubetriebshofes nehmen ihren diesbezüglichen Auftrag sehr ernst und leisten Großartiges - wie so viele von Ihnen auch. Deshalb freuen wir uns, wenn die Bürgerinnen und Bürger unser Vorhaben weiterhin unterstützen und - entsprechend der Bestimmungen der Straßenreinigungssatzung - einen kleinen Beitrag bereits vor der eigenen Haustür leisten.

Herzlichen Dank für Ihre helfende Hand.
Nähere Informationen zur Straßenreinigungssatzung