Bach in Arnstadt - Bachausstellung im Schlossmuseum
 
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Kunst und Kunsthandwerk des 16. und 18. Jahrhunderts
AdlerpokalHans Kellner,Nürnberg 1592

Anschrift
Schlossplatz 1
99310 Arnstadt

Tel.: 03628/602932

Branche
Ausstellungen

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Am 10. März 2006 öffnete im Schloßmuseum Arnstadt ein neuer Bereich der ständigen Ausstellung "Kunst und Kunsthandwerk des 16. und 18. Jahrhunderts" seine Pforten. Nach mehreren Jahren der Sanierung kann damit an den bereits im Jahre 2000 eröffneten Ausstellungsbereich der Meißner und ostasiatischen Porzellansammlung sowie des barocken Bilderkabinetts angeschlossen werden. Von 1729 bis 1734 ließ Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen das Neue Palais (heute Schloßmuseum) als zukünftigen Witwensitz für seine Gemahlin Elisabeth Albertine und als gemeinsames Wohnpalais errichten. Gleichzeitig diente das Gebäude zur Unterbringung der umfangreichen Kunstsammlungen des Fürstenpaares. Die Dreiflügelanlage war als ein in sich doppeltes Wohnpalais konzipiert, wobei die Appartements der Fürstin im nördlichen und die des Fürsten - bis zu seinem Tode im Jahre 1740 - im südlichen Trakt des Corps de logis lagen. Bezüglich der letzteren war und ist dabei das Ziel die Rekonstruktion der barocken Raumgestalt durch Restaurierung oder Herstellung von Analogfassungen unter Einbeziehung der noch vorhandenen Möblierung des 18. Jh.s.

Allerdings setzen im nun eröffneten Ausstellungsbereich Exponate des 16. Jh.s die stärksten Akzente. Als Exponate ersten Ranges präsentieren sich dabei ein Nürnberger "Willkomm", ein Trinkgefäß in Form eines Adlers, sowie ein Brüsseler Bildteppich "Predigt des Paulus vor den Frauen von Philippi".

Zum Bestand des Schloßmuseums Arnstadt gehören elf flämische Tapisserien aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, von denen neun biblische Themen zum Inhalt haben, zwei jedoch wie Menschen agierende Affen – einmal während der Falkenjagd und danach beim „Festschmaus im Walde“. Letztere sind einmalige und einzigartige Stücke, da sich entsprechende Pendants in der Teppichwirkerei bislang nicht finden ließen.

Der Nürnberger "Willkomm", eine aus Silber gefertigte und im Ganzen feuervergoldete Adlerfigur, deren Kopf sich bei Bedarf abnehmen läßt, ist ein Widmungsgeschenk der Gräfin Katharina von Nassau-Dillenburg an den Arnstädter Rat, 1592 von dem Nürnberger Goldschmied Hans Kellner gefertigt. Die Ausdeutung des Wappens sowie die Auflösung der Wappenaufschrift lassen erkennen, daß der Pokal auf Graf Günther XLI. von Schwarzburg und seine Gemahlin Katharina von Nassau-Dillenburg geschaffen wurde, deren beider Porträts auch die neu gestaltete Ausstellung zeigt. Graf Günther XLI., der Streitbare (1529-1583), regierte von 1552 bis 1583 in seiner Residenz Arnstadt. 1560 ehelichte er Katharina von Nassau-Dillenburg (1543-1624), Tochter Wilhelms I. von Nassau-Dillenburg und Schwester Wilhelms von Oranien.





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Bildteppich
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(c) Jürgen Karpinski
(c) Jürgen Karpinski
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