Bach in Arnstadt - Bachausstellung im Schlossmuseum
 
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Bachausstellung im Schlossmuseum
Bachausstellung - Fotograph: Thomas Wolf

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99310 Arnstadt

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Fax: 03628 / 66 18 47

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Di bis So: 09:30 - 16:30 Uhr

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Ausstellungen

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"Im Jahre 1703", so schrieb Carl Philipp Emanuel Bach rückblickend über seinen berühmten Vater, "erhielt er den Organistendienst an der neuen Kirche in Arnstadt. Hier zeigt er eigentlich die ersten Früchte seines Fleisses in der Kunst des Orgelspielens und in der Composition."

Was im Laufe seines Lebens aus den ersten Früchten des jungen Johann Sebastian Bach in Arnstadt geworden ist, hat bis in die Gegenwart Generationen von Menschen tief beeindruckt.

In Arnstadt überlagerten sich verschiedene Lebens-, Erfahrungs- und Berufsbereiche des jugendlichen Bachs, die für sein weiteres Leben und Schaffen prägend waren. Johann Sebastian lebte in mitten der weitverzweigten und alteingesessenen Bach-Familie und ihrer Verwandten. In Arnstadt begann seine Berufslaufbahn als Organist. Er hatte an der Neuen Kirche seine erste Anstellung in diesem Amt und er erlebte in Arnstadt seine erste Liebe.

Dennoch sind die musikalischen Erfahrungen des jungen Bach, seine Zeit in Thüringen in der Öffentlichkeit weitaus weniger bekannt als seine Leipziger Zeit als Thomaskantor. Was letztendlich auch darin begründet sein mag, dass aus Bachs Arnstädter Zeit nach wie vor offene Fragen die Wissenschaftler beschäftigen. Vor allem die nach in Arnstadt entstandenen Kompositionen konnten noch nicht endgültig beantwortet werden.

Aber auch Fragen nach der Wohnung und wer wohl die „fremde Jungfer“ war, die Bach in der Kirche hat singen lassen, werden immer wieder neu diskutiert.

Mit der Ausstellung „Bach in Arnstadt“ im Schlossmuseum Arnstadt, dem einstigen Wohnpalais der Fürstin Elisabeth Albertine und ihrem Gemahl, Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen, soll deutlicher als bisher gezeigt werden, wie eng Arnstadt in Thüringen mit der Geschichte der Familie Bach verbunden ist. Zahlreiche Mitglieder dieser Musikerfamilie waren über Jahrhunderte hinweg als Organisten, Stadtpfeifer und Hofmusiker hier tätig.

Unter Einbeziehung moderner Multimedia-Technik wird ein Bogen zwischen Musik- und Sozialgeschichte gespannt. Die unterschiedlichen Interessen der Besucher berücksichtigend, liegen die Schwerpunkte der Ausstellung im Musikerleben, aber auch in der visuellen Aufnahme von Informationen über Ereignisse zur Stadtgeschichte.

Schwerpunkte der Ausstellung sind: 
  • Biografisches über Johann Sebastian Bach selbst, besonders seine Zeit in Arnstadt
  • Johann Sebastian Bachs in Arnstadt musikalisch tätigen Verwandte, deren Wohn- und Wirkungsstätten
  • Johann Sebastian Bachs Dienst in Arnstadt
  • Johann Sebastian Bachs musikalische Frühwerke aus seiner Arnstädter Zeit
  • Die Geschichte der Neuen Kirche und der Kirchenbetrieb in Arnstadt
  • Eine thüringische Residenz an der Wende zum 18. Jh. und die damit verbundenen Zeitgenossen und Wegbegleiter Johann Sebastian Bachs in Arnstadt: Theologen, Juristen, Naturwissenschaftler, Regierungssekretäre, Bürgermeister, Kapellmeister und Lehrer
  • Musikleben in Arnstadt im 17. und frühen 18. Jh.
  • Thüringer Orgelbautradition anhand des Orgelspieltisches der Wenderorgel von 1703 und zweier Nachfolge-Spieltische aus der Neuen Kirche
  • Literatur zu Johann Sebastian Bach und seiner Arnstädter Zeit
  • Bachrezeption seit Ende des 19. Jahrhunderts
Anhand von Faksimiles überlieferter Dokumente aus dem Kreisarchiv Arnstadt, dem Kirchenarchiv Arnstadt, dem Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt und den Universitäts- und Forschungsbibliotheken in Gotha, Jena und Erfurt können wichtige Stationen aus dem Leben des jungen Musikers aufgezeigt werden. Ergänzt durch wertvolle Exponate aus dem Schlossmuseum Arnstadt wird das gesellschaftliche Leben der Zeit des 17. und 18. Jh. wieder lebendig. Besonders sehenswert sind zwei Musikinstrumente, die nach historischem Vorbild nachgebaut wurden. Die Meisterwerkstatt für Metallinstrumente Voigt in Markneukirchen fertigte eine Es-Alt-Barockposaune nach dem Vorbild der Nürnberger Instrumentenbauer Ehe aus dem 18. Jahrhundert. Die Posaune war eines der gebräuchlichsten Instrumente der Stadtmusikanten seit dem 16. Jahrhundert. Zu sehen ist auch ein Dulcian, Nachbau der Firma MOECK Musikinstrumente in Celle. Ein Dulcian ist eine Frühform des Fagotts, welches nachweislich Caspar Bach in Arnstadt spielte.
 



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Foto: Thomas Wolf
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