Bach in Arnstadt - Bachausstellung im Schlossmuseum
 
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Ersterwähnung Arnstadts im Jahr 704
Hedan wäre heute überrascht von der reichen Geschichte des Marktfleckens, zu der unter anderem ein Reichstag 954 mit Kaiser Otto I. zählt. Die Jahrhunderte haben illustre Spuren hinterlassen, von denen einige auch an der reichen Renaissance- und Barockarchitektur ablesbar sind. Kriege und friedliche Zeiten wechselten sich ab, immer erwies sich die Geschichte der Stadt als Spiegelbild der deutschen Historie. In den friedlichen Zeiten waren es vor allem das Bierbrauen, der Waidhandel, der Weinbau und die günstige Lage, welche die Stadt aufblühen ließ. Inzwischen hat Arnstadt seinen festen Platz in der Musik- und der Literaturgeschichte Mitteldeutschlands. Neben Bach und den anderen „Bachen“, die weitverzweigte Bachfamilie sorgte über mehrere Generationen für die musikalischen Töne der Stadt, sind es Literaten, die mit ihrem Wirken in Arnstadt für lexikalische Einträge gesorgt haben wie der Märchendichter und Apotheker Ludwig Bechstein, die Bestsellerautorin des 19. Jahrhunderts Marlitt und der Historiendichter Willibald Alexis.

Die fast 1300 Jahre Stadtgeschichte ist durch viele steinerne Zeugnisse und verschiedene Spuren von Historie auf einem Stadtbummel ablesbar. Die reiche Stadtgeschichte und Spuren der Industriegeschichte wie das Dampflokmuseum prägten das Festjahr. Nach dem feierlichen Auftakt wurde vor allem rund um den 1. Mai 2004 und am Ende des Sommers gefeiert; dabei gab es natürlich durch den gesamten Jahreslauf ein Festjahresprogramm zwischen Tradition und Innovation. Unter Arnstadts Internetadresse konnten Interessierte sich ständig über das Programm für 2004 informieren.
Hinweis auf die Heden - Urkunde
Zeitgenössisch und urkundlich fassen können wir nur den letzten der Herzöge der Thuringia, Heden II. Er schenkte im Jahre 704 in Würzburg, gemeinsam mit seiner Gemahlin Theodrada und mit Zustimmung seines Sohnes Thuring, begleitet von den mainfränkischen Großen Rocco und Doda, dem Friesenmissionar Willibrord große Besitzungen in Arnstadt und vermehrte sie 12 Jahre später in Gegenwart seiner comites Cato und Sigeric sowie seines nutricius Ado und der titellosen Großen Adogoto und Hereric mit reichem Erbgut an der Saale und im Hammelburg. Ob Heden darüber hinaus schon an die Gründung eines Bistums für die Mainlande durch Willibrord gedacht hat, muss offenbleiben, denn selbst die Errichtung des Kloster Hammelburg kam aus unbekannten Gründen nicht zustande.

Mit einer am 1. Mai des Jahres 704 in Würzburg ausgestellten Urkunde des fränkischen Herzoges Heden (Hedan) tritt Arnstadt neben anderen Orten in das Licht der schriftlichen Überlieferung. Heden schenkte an diesem Tage u.a. seinen Gutshof in Arnstadt (Arnestati) mit dessen Zubehör an Hütten, Höfen, Feldern, Wiesen, Gewässern, Unfreien und Vieh dem Bischof Willibrord von Utrecht. Angenommen wird, daß Heden mit dieser Schenkung die Grundlage für eine kirchliche Organisation in Thüringen schaffen wollte. Die Lage des 704 veräußerten Gutshofes konnte bisher nicht festgestellt werden. In Frage kommen das Gebiet um die Liebfrauenkirche sowie das Gelände des heutigen Marktplatzes. Auch sein weiteres Schicksal hüllt sich in geschichtliches Dunkel.
 

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