Stadt Arnstadt

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07
Mai
Bücherflohmarkt
07.05.2019 um 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Veranstalter: Stadt- und Kreisbibliothek Arnstadt
Ort: Bibliothek im Prinzenhof

 

08
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
08.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

09
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
09.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

09
Mai
Kino: Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm
09.05.2019 um 19:30 Uhr
Veranstalter: Theaterverein Arnstadt e.V.
Ort: Theater im Schlossgarten, 99310 Arnstadt

Im August 1928 wird im Berliner Schiffbauerdamm Bertold Brechts (Lars Eidinger) „Dreigroschenoper“ uraufgeführt. Das Stück wird zum vollen Erfolg, was den Urheber dazu veranlasst, sein Werk für eine Filmadaption vorzubereiten. Der Komponist Kurt Weill (Robert Stadlober) steht ihm tatkräftig zur Seite, gemeinsam streben sie danach, die „Dreigroschenoper“ auf die große Leinwand zu bringen. Doch ihr Vorhaben, die im 19. Jahrhundert angesiedelte Geschichte rund um den Ganoven Macheath (Tobias Moretti), der mit Polly (Hannah Herzsprung), der Tochter des sogenannten Bettlerkönigs Peachum (Joachim Król), durchgebrannt ist, zu verfilmen, scheitert schon bald an den unterschiedlichen Absichten von Autor und Produktionsfirma: Während Brecht nicht weniger als den außergewöhnlichsten Film aller Zeiten drehen will, verfolgen die Produzenten rein wirtschaftliche Interessen. Schlussendlich bringt Brecht die Produktionsfirma sogar vor Gericht...
 
Drama, Deutschland 2018
Mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung u.a.
FSK ab 6 Jahre / 2:10 h
 
Tickets gibt es hier oder in der
 
Tourist-Information Arnstadt
Markt 1
99310 Arnstadt
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-15:30 Uhr, Feiertage 10-17 Uhr
03628-602049
information@arnstadt.de

10
Mai
"Unmittelbarock"
10.05.2019
Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik
Ort: verschiedene Orte

Informationen auf www.unmittelbarock.de

10
Mai
Grüner Markt
10.05.2019 um 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Veranstalter: Stadt Arnstadt
Ort: Marktplatz

Jeden Freitag findet auf dem Martplatz der „Grüne Markt“ statt.

10
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
10.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

10
Mai
Kulinarische Stadtführung "Genieße ma(h)l Arnstadt"
10.05.2019 um 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Veranstalter: Tourist-Information Arnstadt
Ort: Arnstadt, Treffpunkt: Tourist-Information, Markt

Gemeinsam mit historischen Figuren der Arnstädter Geschichte lernen Sie die charmante und idyllische Stadt zu Füßen des Thüringer Waldes einmal ganz anders kennen. Erleben Sie einen kulinarisch-kulturellen Rundgang durch die Bachstadt Arnstadt und entdecken Sie die Vielfalt Thüringer Küche. Dazu werden in vier traditionellen Gasthäusern leckere Kostproben und Getränke gereicht. Hören Sie spannende Geschichten rund um Speis’ und Trank – egal ob Bier, Wein, Kloß oder Bratwurst. Hier werden nicht nur die Geschmackssinne geschärft, nein - hier werden auch die Lachmuskeln trainiert!

Zur Stadtführung der besonderen Art ist die Teilnehmerzahl begrenzt eine vorherige Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich. 


Karten gibt es zum Preis von 24,90 Euro in der

Tourist-Information Arnstadt
Markt 1, 99310 Arnstadt
Telefon: 0 36 28/60 20 49
E-Mail: information@arnstadt.de


11
Mai
Flohmarkt
11.05.2019
Veranstalter: Stadt Arnstadt
Ort: Marktplatz oder Erfurter Straße

Jeden zweiten Sonnabend im Monat findet der Arnstädter Flohmarkt statt. Die Termine im Überblick:

09.03.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
13.04.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
11.05.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
08.06.2019 8.00 - 15.00 Uhr Erfurter Straße
13.07.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
10.08.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
14.09.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
12.10.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
09.11.2019 8.00 - 15.00 Uhr Marktplatz
07.12.2019 8.00 - 15.00 Uhr Erfurter Straße (in Verbindung mit Weihnachtsmarkt)
11
Mai
"Unmittelbarock"
11.05.2019
Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik
Ort: verschiedene Orte

Informationen auf www.unmittelbarock.de

11
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
11.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

11
Mai
öffentliche Stadtführung
11.05.2019 um 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Veranstalter: Tourist-Information Arnstadt
Ort: Arnstadt, Treffpunkt: Tourist-Information, Markt 1


Auf diesem Rundgang durch die Stadt, erfährt der Gast viel Wissenswertes über den ältesten Ort Thüringens.


Tickets zu 5€ pro Person gibt es  in der
 
Tourist-Information Arnstadt
Markt 1
99310 Arnstadt
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-15:30 Uhr, Feiertage 10-17 Uhr
03628-602049
information@arnstadt.de

12
Mai
"Unmittelbarock"
12.05.2019
Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik
Ort: verschiedene Orte

Informationen auf www.unmittelbarock.de

12
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
12.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

14
Mai
Wochenmarkt
14.05.2019 um 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Veranstalter: Stadt Arnstadt
Ort: Marktplatz und An der neuen Kirche

Jeden Dienstag findet auf dem Martplatz der Wochenmarkt statt.

14
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
14.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

15
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
15.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

16
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
16.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

17
Mai
Grüner Markt
17.05.2019 um 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Veranstalter: Stadt Arnstadt
Ort: Marktplatz

Jeden Freitag findet auf dem Martplatz der „Grüne Markt“ statt.

17
Mai
Sonderausstellung: Hauptfabrikation hierselbst Handschuhe und Schuhwerk
17.05.2019 um 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossplatz 1, 99310 Arnstadt

Ausstellungsgespräche: jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Arnstadt noch eine kleine Ackerbürgerstadt mit 4.885 Einwohnern und einer langen Gewerbetradition, besonders im Leder verarbeitenden Handwerk. Die Innung der Schuhmacher war mit 119 Meistern, die Loh- und Weißgerber mit 62 Meistern und die Beutler- und Handschuhmacher mit 14 Meistern vertreten. Einige kleine Gewerbe wurden bereits als Fabriken erwähnt. Zu ihnen gehörten Friedrich Henneberg, seit 1825 fertigte er Feuerlöschhanddruckspritzen, August Broemel baute seit 1831 Brückenwaagen, H.W. Bachmann führte seit 1836 eine Mützenfabrikation und bei Wilhelm Amling wurden Luxus-Kutschen hergestellt.

Im Jahr 1848 erhielten die Kaufleute Friedrich Reinhold Liebmann aus Oberweißbach und Ernst Kiesewetter aus Arnstadt von der fürstlichen Landesregierung in Sondershausen die Konzession für den Betrieb einer Lederhandschuhfabrik mit Gerberei und Färberei. Mit Gründung dieser Handschuhfabrik begann in Arnstadt der Prozess der Industrialisierung. Die Zahl der Lohnarbeiter vervielfachte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch der Anteil berufstätiger Frauen und Kinder wuchs. Als weiterer Zweig fabrikmäßiger Lederverarbeitung bildete sich ab 1860 eine Schuhfabrikation heraus. Industrielle Aktivitäten waren auch deutlich in der Metallverarbeitung erkennbar.

Der ökonomische Aufschwung in Arnstadt vollzog sich nicht sprunghaft, eher stetig. Eine Vielzahl kleinerer Industriezweige entstand, deren ausgezeichnete Produkte weit über die Landesgrenzen exportiert wurden. Viele Fabrikanten produzierten noch mitten in der Stadt, in den Hinterhäusern und Nebengelassen ihrer Grundstücke. Hier setzte eine rege Bautätigkeit ein. Zahlreiche An-, Um- und Aufbauten an bestehenden Fabrikgebäuden wurden vorgenommen, Neubauten entstanden auch am Stadtrand. Mit der zunehmenden Nutzung der Dampfkraft erhöhte sich die Anzahl der Fabrik-Schornsteine, Maschinenhäuser und Dampfkesselhäuser in der Stadt. Für die zugezogenen auswärtigen Lohnarbeiter und Fabrikanten entstanden neue Wohngebiete und Villen. Die Zahl der Einwohner verdreifachte sich in einem Zeitraum von siebzig Jahren. Mit einer Stichbahn von Dietendorf (heute Neudietendorf) nach Arnstadt erhielt die Stadt im Jahr 1867 den Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. 1879 war die Bahnstrecke von Arnstadt nach Ilmenau fertig gestellt worden. Im Jahr 1885 konnte aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen eine Bahnstrecke nach Ichtershausen eröffnet werden.

Zudem erfolgte ein Ausbau des Straßennetzes, welches den jungen Industriezweigen die Rohstoffbeschaffung und den Absatz der Waren erleichterte. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt auch einen gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Bade- und Kurgäste suchten Erholung in der Stadt. Restaurants und Gesellschaftshäuser luden ihre Gäste zum Verweilen ein.

Ausstellungsgespräche

jeweils Freitag, 15.00 Uhr in der Ausstellung

 

17
Mai
Arnstädter Solbad
17.05.2019 um 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Arnstadt
Ort: Schlossmuseum Arnstadt

Begleitveranstaltungen zur gleichnamigen Sonderausstellung im Schlossmuseum Arnstadt.

Mit Dr. Janny Dittrich.

 

 

Martina Guß

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