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Filmpräsentation und "Marktaktionstag"

Am Dienstag, 14. November um 16:00 Uhr lädt das Netzwerk gegen Gewalt im Ilm-Kreis zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Stadt Arnstadt zu einer Filmvorführung in das Rathaus Arnstadt ein. Eine spannende Dokumentation wird das Thema ’Gewalt gegen Frauen’ beleuchten. Gewalt gegen Frauen ist auch in unserem Land allgegenwärtig und weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen", mahnt das Netzwerk gegen Gewalt im Ilm-Kreis und die Gleichstellungsbeauftragten zur öffentlichen Aufmerksamkeit. Die Filmpräsentation soll zugleich eine Botschaft an alle Frauen, die Gewalt erleben oder Gewalt erfahren haben, sich mutig auf den Weg - in ein Leben ohne Gewalt - zu machen. Im Anschluss ist eine Diskussionsrunde geplant.

Darüber hinaus wird es am Dienstag, 21. November 2017 um 11:30 Uhr gemeinsam mit VertreterInnen der Polizeiinspektion Arnstadt/ Ilmenau, des Frauenhauses, der Interventionsstelle gegen Gewalt, des Frauen- und Familienzentrums Arnstadt, dem Kinderschutzzentrum "Baumhaus" des Marienstiftes, dem Weißen Ring Ilm-Kreis und weiteren Mitgliedern des Netzwerkes gegen Gewalt wieder eine Informationskampagne auf dem Markt geben. An diesem Tag soll es wieder Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürger auf dem Markt geben, um gegen häusliche Gewalt zu sensibilisieren. Mit entsprechendem Werbematerial vom bundesweiten Hilfetelefon, vom Frauenhaus und vom Weißen Ring werden sie über die Hilfsangebote informieren. Die Mitglieder des Netzwerkes tragen orange Warnwesten, an denen sie zu erkennen sind. Rechtzeitiges gemeinsames Handeln, von Behörden, von Angehörigen, wie auch von der unmittelbaren Nachbarn kann das Leben von Frauen und Kindern retten.

Im Jahr 2015 kamen 331 Frauen und Kinder in Deutschland durch Mord und Totschlag ums Leben, so das Bundeskriminalamt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt ein, dass eine von fünf Frauen auf der Welt in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung geworden sind. 102 Staaten besitzen keine gesetzlichen Regelungen gegen häusliche Gewalt an Frauen. In mindestens 53 Staaten wird eine Vergewaltigung in der Ehe nicht als strafbarer Tatbestand angesehen. In mehreren Ländern können Vergewaltiger vom Strafrecht befreit werden, wenn sie das Opfer heiraten. Mehr als 60 Millionen Mädchen unter 18 Jahren werden gezwungen, Männer zu heiraten, die doppelt so alt oder noch älter als sie sind. In den nächsten 10 Jahren wird es voraussichtlich jeden Tag 25.000 neue "Kinderbräute" geben, so die Kinderhilfsorganisation CARE Q + A in Child Marriage 2010.

Zum alljährlich stattfindenden Internationalen Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt an Frauen und Kindern, den die Vereinten Nationen seit 1981 am 25.11. ausgerufen haben, wird deshalb weltweit mit Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Als sichtbares Zeichen gegen Gewalt werden in vielen Thüringer Städten, die blaue Fahne der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES wehen oder angebracht sein, so auch in Arnstadt vom 14.11. bis zum 25.11. im Glasverbinder.

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Veranstaltungstipp

Bach-Festival-Arnstadt 2018