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Besseres Hören in der Trauerhalle

Jens Elschner, der Vorsitzende des „Landesverbandes der Hörgeschädigten Thüringen e.V.“ mit Sitz in Weimar ist in Arnstadt kein Unbekannter. Mit seinem „Thüringer Hörmobil“ beteiligt er sich seit vielen Jahren an der Arnstädter Seniorenmesse und bietet in ganz Thüringen kostenlose Beratungen für Menschen mit Hörbehinderungen an. Auf Initiative der Behindertenbeauftragten der Stadt, Angelika Kowar, kam er am 18.Juli erneut nach Arnstadt, um in der Trauerhalle Arnstadt die eingebaute Hörschleife zu überprüfen. Immer mal wieder kamen Beschwerden, dass die Akustik in der Trauerhalle schlecht sei oder die Mikrofonanlage nicht mehr so richtig funktionieren würde, berichtete Undine Swatek, Sachgebietsleiterin Friedhöfe und Grünflächen. Mit der Sanierung der Arnstädter Trauerhalle im Jahre 2009 wurde eine sogenannte Ringschleifenanlage für Hörgeräteträger eingebaut. Sie ermöglicht, dass Menschen mit einem oder zwei Hörgeräten der Trauerrede klar und deutlich folgen können und jedes Wort verstehen. Voraussetzung dafür ist: 1. dass die Ringschleife angestellt ist und 2. die Hörgeräteträger an ihrem Hörgerät die T-Stellung einschalten. Manche modernen Hörgeräte erkennen bereits die Ringschleife selbstständig. Erst in dieser Verbindung können hörbehinderte Trauergäste der Trauerrede akustisch und verständlich folgen und die Musik besser hören. Jens Elschner, selbst beidseitig stark hörbehindert, konnte mit ein paar Handgriffen und mit wechselnden Sitzpositionen bestätigen: "Die Anlage funktioniert einwandfrei". Inzwischen haben sich auch die technischen Möglichkeiten für geräuschfreies Hören, insbesondere in extrem akustisch beanspruchten öffentlichen Räumen verbessert. Nach seinen Worten gibt es inzwischen eine neuartiges „Roger-System“ aus der Schweiz.

Jens Elschner schlug vor, dieses System ab September diesen Jahres probeweise in der Trauerhalle oder im Arnstädter Standesamt kostenfrei zu installieren und zu nutzen. Diese neue Technik ermöglicht eine störfreies Beschallen von Räumen, wo unvermeidbarer „Störlärm“ auftritt  (wie zum Beispiel in Schulklassen oder Versammlungsräumen). Aber auch eine mobile Variante brachte er ins Spiel. Diese ermögliche z.B. an Auskunftsstellen, wie am Rathausempfang oder in Krankenhäusern ein klares Kommunizieren mit Hörgeräteträgern. Gerade bei dem so wichtigen Arzt-Patientengespräch, wenn hörbehinderte Patienten über ärztliche Behandlungen aufzuklären sind, müssen sie alles verstehen. Ziel ist es, diese mobile Ringschleife vom Typ LA 90 erst einmal probeweise am Rathausempfang zu testen. Die Behindertenbeauftragte freut sich darüber, dass Arnstadt diese Möglichkeit bekommt und bedankte sich ganz herzlich für diese kostenfreie Überprüfung. Bisher gibt es in der Bachkirche, im Theater und im Rathaussaal eine Ringschleife für Hörgeschädigte.

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